Saturday 25. October 2014
bassena

Das Feld

Im Frühjahr 2007 legten die MitarbeiterInnen der Bassena erstmals mitten in der Wohnanlage ein Gemüsefeld an. Es wurde als Versuchsfeld vom Gartenmanagement Wiener Wohnen genehmigt und war in zweierlei Hinsicht ein Versuchsfeld. Zum einen sollte erprobt werden, welche Gemüsesorten in dieser Lage gut gedeihen und zum anderen stellte sich die Frage, ob das Feld als soziales Experiment gelingen kann. Das Ergebnis übertraf sämtliche Erwartungen.

 

Das Feld – so stellte sich heraus – bewies sich als Ort der Kommunikation. Das Gießen der Pflanzen übernahmen mehrere Leute, die „Bewachung“ des Feldes einige Jungs. In den vielen Gesprächen bei der Gartenarbeit entwickelten die Menschen Ideen für weitere gärtnerische Aktivitäten. Das Feld löste bei vielen BewohnerInnen Staunen und Fragen und Freude aus. Niemand hätte sich gedacht, dass dieser Ort vor Verwüstungen gefeit ist. Es eröffnete somit neue Perspektiven in der Wahrnehmung der für manche recht trist erlebten Wohnanlage.

 

Kooperationspartner: Arche Noah, Gesellschaft für die Erhaltung der Kulturpflanzenvielfalt und ihre Entwicklung.

 

Seit 2007 wurde "das Feld" jedes Jahr mit neuen gestalterischen Ideen bewirtschaftet.

 

Pflanz-Guerilla

Phönix beim "Polizei-Beet" Am Schöpfwerk war eine der ersten Aktionen der Gruppe kampolerta.

 

Wie ein Phönix aus der Asche sprießen neue Nutzpflanzen aus den Betonbeeten Am Schöpfwerk. Eine Aufforderung zur Aneignung des öffentlichen Raums. "Wilde" Pflanzaktion Am Schöpfwerk zwischen der Wohnbeihilfe und der Polizei.

 

2011: Das Bassenafeld mitten im dicht verbauten Wohngebiet wird zum Getreidefeld.

 

Sieben alte Getreidesorten (Emmer, Einkorn, Hafer, Hirse, Dinkel, Weizen und Roggen) bereichtern das Schöpfwerk. Ob da wohl noch was rauskommt? Der kalte Frühling ließ die Pflanzen langsamer wachsen. Das nutzten die gefräßigen Tauben. Sie pickten die Samen aus und brachten die GärtnerInnen zur Verzweiflung. Ungiftige und unblutige Verteidigungsmethoden waren gefragt. Schließlich kamen alte CDs, an Schnüren quer übers Feld gespannt, zum Einsatz. Taubenvertreibung mit Recycling.

Und Kukuruz und Sonnenblumen sprangen als Lückenfüller ein.

 

 

Mit der tat- und ratkräftigen Unterstützung der Gartentherapie-Praktikantin, Mag. Elisabeth Musitz gediehen das angelegte Kräuterbeet und die vorgezogenen Paradeiser und Chillis. Auf Erbsen, Bohnen und Himbeeren musste die Sonne noch kräftig scheinen.

Sei die Arbeit am Feld auch manchmal hart und mühsam, so ist es Jahr für Jahr aufs Neue eine gute Gelegenheit mit den BewohnerInnen des Schöpfwerks in Kontakt zu kommen. Sie helfen mit, geben Tipps oder sabotieren – egal wie es ist, jedenfalls eine spannende Auseinandersetzung. Beim Pflanzentauschmarkt brachten BewohnerInnen mit grünen Daumen ihre Pflanzen und tauschen sie gegen andere.

 

 

2012

Trotz Sanierung rund ums Feld wird angebaut. Das Vorziehen der Pflanzen hat bereits im Februar begonnen und die ersten Feldarbeiten wurden auch schon erledigt. Es geht los!

 

 

 

 

 

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Video zum Thema

Gemeinwesenarbeit

(Trailer und

Bestellmöglichkeit)

http://www.bassena.at/