Sunday 5. February 2012
bassena

Wie wir arbeiten

 

♦ Aktivieren
Wir unterstützen BewohnerInnen bei der Umsetzung ihrer Anliegen.
Als eine der Methoden dazu setzen wir soziale Inszenierungen ein.

 

Vernetzen
Wir vermitteln zwischen BewohnerInnen, Institutionen, EntscheidungsträgerInnen aus Verwaltung, Kommunalpolitik, Wirtschaft und Medien.
Wir bauen vielfältige Netzwerke auf.

 

Zur Verfügung stellen von Ressourcen
Wir stellen den Menschen im Stadtteil unsere Ressourcen (Räume, Büroinfrastruktur, Stadtteilzeitung Schöpfwerkschimmel,
Radio Schöpfwerk, Einzelberatungen, Know-how, etc.) zur Verfügung.

 

 

Unsere Haltung

 

Wir erleben die BewohnerInnen des Stadtteils als ExpertInnen ihrer Lebenswelt. Interventionen der GemeinwesenarbeiterInnen konzentrieren sich vorrangig auf die Stärken und Potenziale. Die Ausgangssituation für einen Prozess des Lernens bildet das thematische Universum der betroffenen Menschen. Das Verständnis zwischen BürgerInnen und GemeinwesenarbeiterInnen ist durch den Dialog gekennzeichnet. Dieser Dialog ist unvereinbar mit autoritären, pädagogisierenden Formen. Er ist Ausdruck einer partnerschaftlichen Haltung. Beide, die betroffenen Menschen und die GemeinwesenarbeiterInnen sind in bestimmten Bereichen jeweils sowohl Lernende als auch Lehrende.

 

 

Anforderungen an GemeinwesenarbeiterInnen

 

Sie sind Provokateure des Glücks der Eigenständigkeit und strahlen die Lust und Freude beim Arbeiten mit Menschen aus.

 

Sie haben eine kritisch distanzierte Haltung gegenüber einer entmündigenden Expertokratie und Bürokratie. Sie sind wahrscheinlich nur dann erfolgreich, wenn ihr Vertrauen gegenüber ihren PartnerInnen echt und stark ist und wenn sie zudem herzliche Menschen sind, die andern sehr offen begegnen. Vertrauensbildende Fähigkeiten sind wichtige charakterliche Voraussetzungen.

 

Sie haben Lust auf kreatives Chaos und ertragen es ausdauernd, um dann mit der erforderlichen Flexibilität moderierend zu strukturieren.

 

Sie haben eine vermittelnde Rolle, sind also keine Anstifter zur Revolution und genauso wenig Beschwichtiger der Nation.

 

Sie sind imstande, Situationen klar einzuschätzen. Ihr Job ist es, eine Gegenmacht zu mobilisieren gegenüber (ohn)mächtig erscheinenden Institutionen und Situationen im sozialen Raum.

 

Sie vermehren Wissen durch teilen, nicht durch sammlen und vernetzen dieses Wissen auf verschiedensten Ebenen.

 

Sie kennen ein breites methodisches Repertoire, um adäquate Formen für die Gestaltung der Kommunikations-, Interaktions- und Veränderungsprozesse zu finden.

  

Wenn ihre Arbeit erfolgreich ist, bringen sie die alten Muster der strukturell ungleichen Verteilung von politischer Macht und Einflussnahme in Unordnung, konstruieren und eröffnen Räume für Selbstbestimmung in individuellen Situationen sowie im gesellschaftspolitischen Kontext.

 

Der Respekt und die Liebe zu den Menschen und ein Faible für exotische, anarchistische, versteinerte und verrückte Situationen sind erfolgeichen GemeinwesenarbeiterInnen genauso eigen wie Fachwissen und Teamfähigkeit.

 

 

 

Die aktuelle Ausgabe der
Stadtteilzeitung zum download

Video zum Thema

Gemeinwesenarbeit

(Trailer und

Bestellmöglichkeit)

http://www.bassena.at/